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Mein-Freund-der-Hund-Teil-1

Mein Freund der Hund, sieht das der Hund genauso?

Teil 2:

Futter ist nicht gleich Futter und hat oftmals nichts mit artgerechter Ernährung zu tun!

Aber was steckt hinter den Inhaltsstoffen beim Hundefutter?

Der Gesetzgeber erlässt natürlich auch beim Hundefutter Vorschriften und setzt Mindestanforderungen. Die Industrie und ihre Lobby wiederum versuchen, schleierhafte Bezeichnungen gelten zu lassen, die eher ein Etiketten-Schwindel sein dürften. Das klappt leider allzu oft. Manche wohlklingenden Namen für Inhaltsstoffe täuschen über deren zweifelhafte Herkunft hinweg.

Hundebesitzer fragen sich nur zu oft, was die Angaben der Inhaltsstoffe beim Hundefutter bedeuten. Diese sind oft irreführend, ähnlich wie es bei Lebensmitteln für Menschen beklagt wird.

Hier ein paar Beispiele, alle können wir hier leider nicht behandeln, das würde alleine eine paar Bücher füllen.

 

Geschmacksverstärker, Aromen und Lockstoffe:

Enthält Industriefutter minderwertige Rohstoffe, welche die Tiere freiwillig niemals anrühren würden, müssen diese geschmacklich aufgewertet werden. Als Geschmacksverstärker werden gerne Zucker, Karamell, Inulin, Glutamat, Hefeextrakt, pflanzliche Nebenerzeugnisse und Weizenprotein (Gluten) eingesetzt. Als Aromen kommen ganz unterschiedliche Waffen zum Einsatz, Räucheraroma ist da noch harmlos. Mit Chemikalien wird unseren Tieren ein vorzügliches Mahl vorgegaukelt. Es wird auch nicht vor künstlichem Mäusearoma für Katzen, Regenwurmgeschmack für Hühner usw. zurückgeschreckt. Hier wird einfach die Ekelschwelle herabgesetzt und meist gerade die ungesunden Zutaten übertüncht.

 

Molkerei und Bäckereierzeugnisse:

Hierbei kann es sich um Brot, Kuchen, Nudeln oder um alle entstehenden Nebenerzeugnisse der Backwarenproduktion handeln (Teigreste etc.). Um welche Zutaten es sich genau handelt, lässt sich an dem Sammelbegriff nicht erkennen. Grundsätzlich haben jedoch fast alle Bäckereierzeugnisse einen hohen Zuckergehalt. Deshalb werden Bäckereierzeugnisse häufig von vielen Hundehaltern und manchen, auf Bäckereierzeugnisse verzichtende, Futtermittelherstellern als „günstige Füllstoffe“ bezeichnet.

 

Fettzugaben:

“Öle und Fette” – das klingt doch gut, warum sollte ein Hund das nicht gebrauchen können? Das Schwierige hierbei ist, dass die Begriffe zu ungenau sind und nicht daraus ersichtlich wird, ob es sich um für den Hund wertvolle, nahrhafte Öle und Fette handelt oder nicht. Hinter dieser vagen Bezeichnung kann sich zum Beispiel auch altes Frittierfett verbergen.

 

Tierische Nebenerzeugnisse:

Zum Beispiel sind Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse alle Fleischteile geschlachteter, warmblütiger Landtiere, frisch oder haltbar gemacht, sowie alle Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung von Tierkörpern warmblütiger Landtiere unter Umständen einschließlich Haut, Schwarte, Hufe, Federn, Hörner, Hühnerköpfe und -füße, Wolle, Lunge, Geschlechtsorgane, Därme und Federn sowie Tierkörpermehl. Die aufgelisteten Nebenerzeugnisse enthalten sehr viel Protein, haben allerdings nicht den geringsten Nährwert. Diese Art der Deklaration sagt nur etwas über die Mengenanteile aus, aber nichts über die Art und Qualität der verwendeten Zutaten. Dies verhält sich anders, wenn die Nebenerzeugnisse Namentlich aufgeführt sind, z.B. enthalten sind Pansen, Blättermagen, Herz, Niere und Leber.

 

Pflanzliche Nebenerzeugnisse:

Dies sind Pflanzenabfälle, also zum Beispiel Kerngehäuse, Schalen und Stängel, Stroh oder Pressrückstände aus der Pflanzenölherstellung. Diese Zutaten kann Ihr Vierbeiner nicht gebrauchen, sie dienen lediglich der Auffüllung des Futters, damit es nach mehr aussieht, als es ist. Also billigster Füllstoff.

 

Farbstoffe:

Mit Farbstoffe will man verschieden farbige Bröckchen erhalten um etwas für das Auge des Tierhalters zu tun. Da natürliche Farbstoffe meist zu teuer sind, werden auch hier synthetische Farbstoffe verwendet. Leider ist über die negativen Auswirkungen auf die Tiere bisher wenig bekannt.

 

Konservierungsstoffe:

Stoffe die verhindern, dass Futter zu schnell verdirbt. Sie hindern Pilze und Bakterien am Wachstum. Hierzu werden gerne Säuren wie Zitronensäure, Sorbinsäure, Natriumnitrit oder Kalziumsorbat eingesetzt. Ausserdem werden aber auch gesundheitsschädliche Stoffe wie BHT (Butylhydroxytoluol) und BHA (Butylhydroxyanisol) zur Konservierung verwendet.

 

Antioxidantien:

Verhindern, dass das Futter ranzig wird, leider ist dieser Prozess mit natürlichen Oxidantien (z.B. Rosmarienöl) nur ein halbes Jahr aufzuhalten, anstelle den gesetzlich geforderten 2 Jahre. Deshalb wird auch hier auf synthetische oder chemische Substanzen zurückgegeriffen. Sehr beliebt, weil billig und sehr stark, ist hier das Antioxidans „Ethoxyquin“ aus dem Hause Monsanto. Das giftige Ethoxyquin  wurde als Pestizid verwendet, ist jetzt aber glücklicherweise in Europa als Pflanzenschutzmittel verboten. In der Tierfutterherstellung darf es aber weiterhin verwendet werden, ist ja vielleicht doch nicht so schlimm.

Allerdings muss der Hersteller nur die Zusatzstoffe angeben, die er selber dem Futtermittel hinzufügt. Sind diese in angelieferten Rohstoffen enthalten, braucht er sie nicht zu nennen. Sie bleiben für uns unbekannt, was für Hunde mit Allergien gegen diese Zusatzstoffe unangenehme Folgen haben kann.

Immer mehr Tierhalter wenden sich einer gesunden, sinnvollen Ernährung zu – jedenfalls einer solchen, die frei von Zusatzstoffen bzw. Chemie ist. Die Liste der Hersteller Chemie-freier Nahrung, die juristisch klar formulieren, dass die von ihnen produzierte Nahrung frei von Zusatzstoffen ist, ist nicht lang. Man muss es sich immer wieder vergegenwärtigen: In Deutschland ist Lügen nicht verboten – wohl aber Betrügen. Das ist der Grund, weshalb diese Liste nicht länger wird. Welche Firma will sich von der Konkurrenz schon sagen lassen, dass sie eine „Betrüger-Firma“ ist, die ihr Produkt bewusst mit falschen Angaben versieht? Stattdessen verwenden die Hersteller der üblichen Industrie-Nahrung pseudowissenschaftliche Angaben, die vom Käufer nicht hinterfragt werden können und in ihm das Gefühl wachsen lassen, nichts falsch – also alles richtig zu machen.
Vergessen werden darf dabei aber nicht, dass „der Gesetzgeber“ den Futtermittelherstellern vorgeschrieben hat, ihre Produkte für mindestens zwei Jahre haltbar zu machen.
Glauben Sie im Ernst, das dies ohne Chemie möglich ist?

 

FAZIT:

Durch die Fütterung von Trockenfutter und industriell verarbeitetem Nassfutter entstehen zahlreiche chronisch degenerative Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Nierenschäden, Probleme mit der Pankreas und der Leber. Die Krebsraten steigen nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Haustieren signifikant an, selbst Erbanlagen werden nachhaltig durch eine falsche Ernährungsform verändert. So entsteht ein langfristiges Problem, dessen Folgen wir bisher noch nicht einmal richtig abschätzen können. Wenn man sein Haustier schätzt, sollte man sich also ernsthafte Gedanken über eine artgerechte Ernährung machen.

 

GIB DEM MENSCHEN EINEN HUND – UND SEINE SEELE WIRD GESUND!!!

Hildegard von Bingen

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